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Finanzen

Steuern & Umsatzsteuer

Unter Einstellungen → Steuer & Abrechnung legst du einmal fest, ob Umsatzsteuer anfällt und welche Angaben TrainerFoundry an deine Rechnungen weitergibt. Diese Angaben wirken auf jede Rechnung an deine Klienten. Die Finanzen-Übersicht zeigt dagegen für jede Regelung dieselben Bruttozahlen, ohne die Umsatzsteuer gesondert auszuweisen.

Vorweg das Wichtigste in einem Satz — und die Seite sagt es dir ebenfalls: TrainerFoundry stellt die Werkzeuge, die steuerliche Einordnung bleibt deine Verantwortung. Im Zweifel fragst du deine Steuerberatung, nicht dieses Handbuch.

Die Steuereinstellungen mit dem Validierungsstatus der Steuernummer, der Geschäftsadresse und dem darunter beginnenden Abschnitt Klientenrechnungen: der Hinweis „Stripe Tax: aktiv“ und die Steuerregelung Regelbesteuerung.
Oben die Unternehmensidentität mit geprüfter Steuernummer, darunter die Klientenrechnungen mit der Steuerregelung.

Unternehmensidentität

Der obere Abschnitt sammelt deine rechtlichen Angaben: Firmenname beziehungsweise rechtlicher Name, optional deine Steuernummer und deine Geschäftsadresse. Wie das Feld für die Steuernummer beschriftet ist, richtet sich nach deinem Land — mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Du gibst jede dieser Angaben genau einmal an. Name, Steuernummer und Geschäftsadresse stehen auf deinen eigenen TrainerFoundry-Rechnungen — den Rechnungen für dein Abo bei TrainerFoundry. Auf den Rechnungen an deine Klienten erscheinen deine Steuernummer und, in der Zeile Rechnungssteller, dein Name mit deiner vollständigen Anschrift — der Geschäftsadresse oder der abweichenden Adresse für die Steuerberechnung. Oben auf diesen Rechnungen druckt Stripe zusätzlich die Unternehmensangaben, die du bei Stripe hinterlegt hast; du findest sie unter Zahlungen empfangen im Reiter Kontodaten.

Die Steuernummer und ihre Prüfung

Das Feld selbst passt sich deiner Geschäftsadresse an: In Deutschland heißt es USt-IdNr., in Österreich UID, in der Schweiz MWST-Nr. und in Australien ABN. Trägst du eine europäische Steuernummer ein, lässt TrainerFoundry sie über VIES prüfen — die Bestätigungsdatenbank der EU; außerhalb der EU entfällt diese Prüfung. Unter dem Feld steht der Stand:

  • Nicht angegeben — Es ist keine Nummer hinterlegt — für viele Einzeltrainer der Normalfall.
  • Ausstehend — Die Prüfung läuft im Hintergrund und kann einige Minuten dauern.
  • Gültig — Die Nummer wurde bestätigt; das Prüfdatum steht daneben.
  • Ungültig — Die Prüfung ist fehlgeschlagen. Kontrolliere die Eingabe und stoß sie über „Erneut prüfen“ noch einmal an.

Die Prüfung hat einen handfesten Zweck: Sitzt dein Unternehmen in einem anderen EU-Land als Deutschland, wird deine eigene TrainerFoundry-Rechnung mit gültiger Steuernummer im B2B-Reverse-Charge-Verfahren ohne Umsatzsteuer ausgestellt. Der Betrag bleibt dabei der Listenpreis; die Rechnung weist nur keine Umsatzsteuer aus. Sitzt du in Deutschland, enthält deine TrainerFoundry-Rechnung immer die deutsche Umsatzsteuer, mit oder ohne Nummer. Ohne Nummer arbeitest du in jedem Fall ganz normal weiter; die Nummer betrifft nur diese eine Rechnung.

Die Steuerregelung wählen

Der untere Abschnitt Klientenrechnungen beginnt mit der zentralen Entscheidung. Welche Regelungen zur Wahl stehen, hängt am Land deiner Geschäftsadresse — oder, falls du eine eingetragen hast, am Land der Adresse für die Steuerberechnung. Liegt es in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Australien, stehen alle drei Regelungen zur Wahl; für jedes andere Land bleibt nur die Steuerbefreiung:

  • Regelbesteuerung — Der Normalfall. Du weist Umsatzsteuer aus und führst sie ab. Die Steuer auf deinen Rechnungen berechnet Stripe Tax; einen Steuersatz trägst du nicht ein.
  • Nicht steuerpflichtiges Kleinunternehmen — Du bist in deinem Land nicht als umsatzsteuer-, mehrwertsteuer- oder GST-pflichtig registriert und berechnest deshalb keine Steuer. Verfügbar für eine Adresse in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder Australien. Im Auswahlfeld trägt diese Regelung die für dein Land übliche Bezeichnung — TrainerFoundry setzt sie aus dem Steuerkatalog deines Landes ein.
  • Steuerbefreiung — Eine eigenständige gesetzliche Aussage, keine Ausweichoption für „Nicht steuerpflichtiges Kleinunternehmen“: Du berufst dich auf einen anderen gesetzlichen Befreiungsgrund für deine Leistung. Auch hier weist die Rechnung keine Umsatzsteuer aus; den Hinweis auf den Befreiungsgrund trägst du selbst im Fußnotentext ein.

Diese Regelung sagt aus, dass du nicht registriert bist — sie ist keine Befreiung, auch dort nicht, wo die Bezeichnung in deinem Land das Wort „befreit“ enthält.

TrainerFoundry schreibt keinen gesetzlichen Hinweis auf deine Rechnungen. Den Hinweis, den dein Land für Kleinunternehmen oder eine Steuerbefreiung vorsieht, trägst du selbst im Fußnotentext auf Rechnungen ein. Bei Kleinunternehmen schlägt dir die Seite dafür eine für dein Land übliche Formulierung vor, sofern es eine gibt.

Einen Steuersatz trägst du bei keiner Regelung ein. Bei Regelbesteuerung berechnet Stripe Tax die Umsatzsteuer auf jeder Rechnung selbst; TrainerFoundry leitet den üblichen Satz aus deinem Land ab und nutzt ihn nur für die Preisvorschau, etwa beim Anlegen eines Angebots. Maßgeblich ist, was auf der Rechnung steht.

Die Wahl gilt ab dem Speichern für die Rechnungen neuer Verkäufe. Bei den beiden Regelungen ohne Umsatzsteuer weisen diese keine Umsatzsteuer aus.

Laufende Mitgliedschaften ziehen automatisch mit: Der Wechsel gilt ab der nächsten Verlängerung für alle ihre Rechnungen. Die Beträge ändern sich dabei nicht — bei Regelbesteuerung ist die Umsatzsteuer im bisherigen Preis enthalten. Kann Stripe den Steuerort eines Klienten nicht bestimmen, etwa bei einer Adresse in den USA oder in Kanada ohne Postleitzahl, bleiben seine Rechnungen wie bisher ohne Stripe Tax.

Bereits ausgestellte Rechnungen ändern sich nicht mehr. Wechselst du also mitten im Jahr die Steuerregelung, bleiben die alten Rechnungen so, wie sie ausgestellt wurden — richtig so, denn zum Zeitpunkt der Ausstellung galt ihre Regelung.

Stripe und die Steuerberechnung

Über der Auswahl steht ein Statushinweis zu Stripe Tax — der automatischen Steuerberechnung auf deinem Stripe-Konto. Bei den beiden Regelungen ohne Umsatzsteuer meldet er, dass es nichts zu berechnen gibt. Bei Regelbesteuerung braucht es zwei Voraussetzungen: ein abgeschlossenes Stripe-Onboarding und eine vollständige Adresse — die Geschäftsadresse oder, falls eingetragen, die Adresse für die Steuerberechnung. Sind beide erfüllt, meldet der Hinweis Stripe Tax: aktiv. Fehlt eine, steht genau das dort — samt dem Weg zur Behebung.

Rechnungsangaben

Die Rechnungen an deine Klienten stellt Stripe in deinem Namen aus, die Nummern vergibt ebenfalls Stripe. Aus diesem Abschnitt kommt ein Feld auf die Rechnung: Fußnotentext auf Rechnungen. Der frei formulierte Text wird unten auf jede Rechnung gedruckt — üblich sind Bankdaten, Zahlungsziele oder ein kurzer Dank. Hierher gehört auch dein gesetzlicher Hinweis, etwa der Hinweis auf deine Kleinunternehmerregelung: TrainerFoundry schreibt selbst keinen Rechtstext auf die Rechnung.

Eine Änderung gilt für alle Rechnungen ab dem Speichern, auch für die wiederkehrenden Rechnungen laufender Mitgliedschaften. Bereits ausgestellte Rechnungen bleiben unverändert.

Adresse für die Steuerberechnung

Standardmäßig rechnet TrainerFoundry mit deiner Geschäftsadresse aus dem oberen Abschnitt. Soll für die Steuer eine andere Adresse gelten, schaltest du Adresse für die Steuerberechnung weicht von der Geschäftsadresse ab ein. Darunter erscheint ein zweiter Adressblock.

Diese Adresse bestimmt das Land, nach dem sich die wählbaren Steuerregelungen und die Einrichtung von Stripe Tax richten; bei Regelbesteuerung meldet TrainerFoundry sie Stripe Tax außerdem als deinen Geschäftssitz. Auf den Rechnungen an deine Klienten steht sie in der Zeile Rechnungssteller anstelle der Geschäftsadresse. Auf deinen eigenen TrainerFoundry-Rechnungen erscheint sie nicht; die tragen immer die Geschäftsadresse.

Speichern

Beide Abschnitte gehören zu einem Formular und werden mit einem Klick auf Speichern gemeinsam übernommen. Beim ersten Mal musst du den Hinweis am Ende der Seite bestätigen — Ich habe den Hinweis gelesen und verstanden. Ohne dieses Häkchen speichert TrainerFoundry nicht. Danach bleibt es gesetzt.

Bleibt ein Pflichtfeld leer, meldet die Seite das und markiert die betroffenen Felder, statt den Klick still verpuffen zu lassen — etwa bei einem leeren Adressfeld.

Wenn du TrainerFoundry neu einrichtest, begegnen dir diese Angaben schon im Einrichtungs-Assistenten im Schritt Steuer. Ändern lassen sie sich danach jederzeit hier.